Mysteriöser Achilles Teil VIII – Von dem (jungen) Hüpfer lass ich mir den Sommer nicht versauen

KW 31: 30.7. bis 5.8.2018: Fette Knöchel …

Mein linker Knöchel ist so dick wie nie, aber auch der rechte ist geschwollen: 24 cm links, 22 rechts. Die ganze Wade ist verkrampft. Aber vielleicht ist das bei 36 Grad und den Strapazen in Kroatien auch kein Wunder. Meine Physiotermine für diese Woche habe ich noch in Kroatien abgesagt, weil ja niemand wusste, wann wie wo wir mal zurückkommen. Den Termin für Freitag konnte ich jedoch zurückergattern.

Also zurück zur Normalität:
Mittwoch Abend bin ich vorbildlich wieder zum DRK-Mitarbeiter-PowrX gegangen und am Freitag vor der Physio zusätzlich zum AquaCycling. Blöd, dass sich beide Radel-Outfits noch immer im Camper befinden und der gerade erst nach Deutschland überführt wird. Also muss ich die nächsten Male wohl im Tussi-Bikini aufs Bike.

 

 

KW 32: 6.8. bis 12.8.2018: Sein Name ist Programm

Diesen Montag gönne ich mir zur Abwechslung statt AquaCycling mal AquaFitness. Für meine Wassersport-Aktivitäten habe ich glücklicherweise doch noch ein Alternativoutfit aus dem Schrank zaubern können, das alles an Ort und Stelle hält. Ober- und Unterteil passen zwar nicht wirklich zusammen, aber so what?


Dienstag bei der Physio hat sich Quälix das seltsame "Polster" an meinem Fersenansatz angeschaut, das mir seit einiger Zeit Schmerzen bereitet. Er meinte, es sei eine Verdickung der Plantarfaszie und bearbeitete selbige mit den heiß-geliebten Folterinstrumenten. Seinem von mir ersonnenen Spitznamen machte er damit mal wieder alle Ehre.

 

Donnerstag war mal wieder Messtag: Mit links 22 und rechts 20,5 Zentimetern sind die Knöchel nun wenigstens nicht mehr ganz so exorbitant fett. Der linke Wadenumfang stagniert bei 34 Zentimetern. Rechts gewohnte 35,5 Zentimeter.

Freitag "same procecure as last week": AquaCycling und danach Physio. Ich erlebe erneut fast die Schmerzen meines Lebens. Quälix geht mit seine Folterinstrumenten voll in meinen Muskel. Und in die Faszienverhärtung. Ich muss beinahe heulen.
Ich soll die Verdickung nun auch selbst mit nem Igelball bearbeiten. Seit Wochen suche ich dieses kleine gelbe Etwas bereits in meinem Haushalt. Nun gebe ich jedoch auf. Ein Einkaufsbummel in der Stadt zwecks Neuerwerb wird wohl Abhilfe schaffen. Aber denkste. Nirgends was zu finden. Daher bestelle ich nun ein Igelball-Set im Internet.
Sonntag finde ich dann übrigens endlich mein eigenes gelbe Exemplar :-( Typisch!

Auch am Ende dieser Woche ist es mir noch immer nicht möglich, mein Gewicht Kraft meines Unterschenkels auf die linke Zehenspitze zu heben :-( Davon bin ich noch gaaaanz weit weg. Es klappt nur, wenn mein Körper bauchnabelabwärts im Wasser steht.

 

 

KW 33: 13.8. bis 19.8.2018: Rezept-Genehmigungsgedöns

Montag früh fahre ich zum Arzt nach Achim, um ein neues Physio-Rezept zu ordern. Zu meiner Überraschung werde ich weggeschickt, weil noch ein Termin offen ist :-/
Am Abend geht’s wie gewohnt zum Strampeln ins Wasser.
Am Dienstag bei der Physio schmerzt mein Knöchel noch so schlimm von der Tortur letzte Woche, dass ich gar nicht weiß, was Quälix mit mir machen will. Aber heute ist er ganz zärtlich und behandelt mich weitestgehend „nur“ mit INDIBA.
Auf meine Frage, nach der Aufnahme eines leichten Lauftrainings, erwarte ich eigentlich, dass er mir nen Vogel zeigt. Überraschend sagt er aber: „Wenn Sie nicht sofort auf einen Marathon trainieren, spricht da von meiner Seite aus nichts gegen.“ Geiel, was für eine gute Nachricht.

 

Nach dem Physio-Termin rufe wieder in der Praxis in Achim an, denn nun sind ja alle Einheiten des letzten Rezeptes wirklich aufgebraucht. Ich erkläre den Sachverhalt und bitte um das neue Rezept, das ich auch problemlos erhalte. Die Dame am Telefon ist jedoch fassungslos, dass ich gestern wegen nur eines offenen Termins wieder weggeschickt wurde und möchte der Angelenheit nachgehen. Allein aufgrund dieser Verzögerung habe ich tatsächlich keinen weiteren Physiotermin für diese Woche erhalten und muss nun ungewollt pausieren. Das tolle dritte Rezept muss übrigens auch noch von der Krankenkasse genehmigt werden, da ich mich mit weiteren sechs Einheiten nun in einer „Therapie außerhalb des Regelfalls“ befinde.
 

Am Donnerstag, den 16. August tue ich es dann: Bei Axel fällt Volleyballtraining aus und so joggen wir. Ich plane mehr oder minder realistisch max. 3 Kilometer anzugehen, wenn das überhaupt möglich ist. Bekloppterweise laufe ich dann jedoch mit dem Mann die komplette Autobahnrunde (5,8 km); zwar im Schneckentempo, aber ich laufe durch. Die letzten 500 Meter quäle ich mich übelst, aber der Schweinehund muss bekämpft werden.
Gleich am nächsten Tag zwinge ich mich dennoch auf die PowerPlate und zum AquaCycling und bin schon vorm Trainibgsbeginn fertig. Für die nächsten vier Tage tut mir alles weh. So starken Muskelkater hatte ich schon ewig nicht mehr.

Freitag Mittag kommt Lena für einen Tag zu Besuch. Aus unseren Plänen mal „miteinander kreativ zu werden“, wird nichts, denn wir verquatschen die wenige wertvolle Zeit, die wir miteinander haben. Samstag Nachmittag bringe ich sie zum Bahnhof und beginne dann umgehend mit Axel meine Autotür zu wechseln, die noch immer wie geknüllte Alu-Folie daherkommt. Es geht ganz gut voran, daher unterbrechen wir an geeigneter Stelle und beenden den Abend mit einem Besuch auf dem Stoppelmarkt in Vechta, bevor wir Sonntag unser Werk vollenden.

 

 

KW 34: 20.8. bis 26.8.2018: Oh oh, wieder ne Hochzeit
Meine Wochen ähneln sich:
Montag AquaCycling, Freitag PowerPlate +AquaCycling.

 

Am Samstag, dem 25. August steht dann die Hochzeit meines Freundes Jan an. Mein Vorsatz für diese Festivität: Lass dich nicht treten! Auf dieser wundervollen Feier ereilten mich dann tatsächlich keine Un- sondern nur Glücksfälle. Nette Leute, eine tolle Zeit, ich fange den Brautstrauss und habe tatsächlich bis um halb vier nachts getanzt (Springen war jedoch nicht drin). Und dann ging irgendwann nix mehr. Völlige Erschöpfung :-D

 

Das Rezept-Krankenkassen-Wisch-Gedöns ist übrigens noch immer nicht genehmigt, aber wir ziehen die Sitzungen einfach weiter durch.
Der Fuß ist noch immer geschwollen. Quälix hat mir offenbart, dass meine Sehne für immer und ewig verdickt bleiben wird. Der Körper hat sie als schwache Struktur erkannt und baut deshalt Material drumherum. Dann wird das wohl nix mehr mit ner Fuß-Modell-Karriere.

 

 

KW 35: 28.8. bis 2.9.2018: Tschakka!
Neue Woche: Montag Physio und AquaCycling.
Das Krankenkassen-Wisch-Gedöns ist endlich genehmigt. Witzig: es musste wohl doch gar nicht abgenickt werden. Offenbar blickt da wohl niemand mehr durch die eigene Bürokratie.
Donnerstag versuche ich mich wieder am Laufen: Nur 3 km! Alles chic soweit.
Freitag PowerPlate und AquaCycling.
Herwig fragte beim Training nochmal, wie lange der Vorfall nun genau her sei. Knapp über drei Monate. Dafür wäre ich hervorragend dabei, meint er. Das schaffen nur die wenigsten.

 

Samstag ist es dann soweit: Ich baue die Slackline auf. Und wer sagt's denn? Es klappt. Links sogar besser als rechts. Einen Gruß an alle, die mir nen Vogel gezeigt haben, als ich sagte, dass ich Ende August wieder auf der Leine stehen will. Okay, es war tatsächlich der 1. September, aber vorher war halt auch niemand zum Fotografieren da ;-)

 

 

KW 36: 3.9. bis 9.9.2018: Sportlich, sportlich
Montag: AquaCycling.
Dienstag: Physio.

Donnerstag: Physio und laufen (3,5 km).
Freitag: PowerPlate und AquaCycling.
Danach geht’s mal wieder ab nach BS. Denn Ines feiert am Samstag ihren Geburtstag. Ihre Schwester Isabell kommt später zur Party und fixt mich wieder mit dem soeben erneut von ihr absolvierten SurvivalRun an. Ich will auch. Nächster Versuch vielleicht in 2019.
Am Sonntag schlendere ich noch mit Lena über den Kitsch&Kultur-Flohmarkt, bevor ich nachmittags noch meinem Freund Joachim einen Besuch abstatte. Bei Kaffee und Kuchen steigen wir in die Planung für einen gemeinsamen AlpenCross in 2019 ein. Heroische Pläne habe ich da fürs nächste Jahr :-)

 

 

KW 37: 10.9. bis 16.9.2018: Auf Wiedersehen, Quälix!
Montag: 3,5km laufen
Dienstag: das letzte Mal Physiotherapie!!!
Nun muss ich es selber wuppen.
Mittwoch Abend auf die Powerplate.

Freitag: PowerPlate und AquaCycling.

 

 

22.9.2018: Hacke, Spitze, ...
Heute – auf den Tag genau vier Monate nach dem Unfall – schaffe ich es erstmals mich aus eigener Kraft auf die linke Zehenspitze heben. Genau einmal. Dann ist die Purre weg.

 

 

15.10.2018: It kümmt
Gegen Abend bin ich 4 Kilometer gelaufen. Erstmals ist einer „guten“ Zeit von 5,35 Minuten pro Kilometer :-) Das ist meeeeega! Aber: Es waren ja auch nur vier Kilometer. Jedoch lässt die Zeit hoffen.

 

 

19.10.2018: Kleine Fortschritte …
Der Kampf gegen den Schweinehund wurde abermals gewonnen. Um 9 Uhr stehe ich auf der Matte der PowerPlate-Platte. Danach geht’s zum AuqaCycling. Und erstmals klappt das freihändige Radfahren im Stehen ganz gut.

 

 

31.10.2018:  … und blöde Altlasten
Fünf Monate nach dem Kick: Meine Wade ist noch immer viel zu dünn. Das zeigt nicht nur das Maßband, das kann man auch noch immer sehen.
Mittlerweile habe ich auch echt viel Haar gelassen. Das ist zwar normal bei so langer Trombose-Spritzerei, aber trotzdem nicht schön. Ich schnippele nun immer mal wieder ein wenig ab, damit die Spitzen nicht so fusselig sind. Glücklicherweise habe ich ja viel Haar, sonst sähe das jetzt wohl echt sch.... aus :-/

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